NORMANDIE

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Unsere Reise startet in Paris in Richtung Norden zur atemberaubenden Alabasterküste von Dieppe bis le Havre, danach die geschichtsträchtigen Strände des D-Days bis nach Cherbourg, über Staint Lo nach le Mont St. Michel und wieder zurück nach Paris! 

1.Tag Paris – Orgeval (ca.55km)

Wir sind am Flughafen in Paris angekommen und haben dort unser Mietauto übernommen, unser erstes Ziel war Orgeval, im B&B Hotel Orgeval hatten wir unser Zimmer gebucht (günstig und sauber), gleich um die Ecke entdeckten wir das Buffalo Grill Restaurant, die Steaks waren himmlisch, es geht früh ins Bett da wir morgen einen straffen Zeitplan haben.

2. Tag Orgeval – Dieppe (ca. 200km)

Gleich in der Früh ging es in das kleine Städtchen Giverny, dort ist der Garten von Claude Monet den man besichtigen kann, ein guter Tipp ist zeitig dort zu sein, damit man Touristenansturm etwas ausweichen kann. Dieser Garten ist so zauberhaft, er wird mit so viel Liebe betreut, am liebsten hätte ich mich hingesetzt und hätte zu malen begonnen.

Unser nächster Stopp ist die Stadt Vernon, sehr imposant ist die alte Mühle, die sehr verträumt am Rande der Seine steht. In der Stadt die Häuser, die total schief sind und überall diese imposanten Kathedralen. Nach einem kleinen Bummel ging es weiter in Richtung Les Andelys, das Chateau Gaillard, das Richard Löwenherz erbaute, der Ausblick soll ganz toll sein, wir haben den Aufgang leider nicht gefunden, dafür braucht man definitiv mehr Zeit.

Weiter geht es nach Rouen, auch hier gibt es so viele Kirchen, vor allem die Kathedrale ist sehr beeindruckend, in dieser Stadt wurde Johanna von Orléans gefangen genommen, verurteilt und am Place Vieaux-Marché am Scheiterhaufen verbrannt, am Hauptplatz findet man einen Stein zur Erinnerung an sie. An diese schiefen Häuser werde ich mich wohl gewöhnen müssen, auch sehr schön ist die „Le Gros Horloge“ (eines der ältesten Uhrwerke Europas, die erste Reparatur war nach 5 Millionen Stunden).

Die letzte Etappe für heute führt uns ans Meer nach Dieppe, wir übernachten im Ibis Dieppe Le Val Druel (günstig und sauber, das Frühstücksbuffet ist überwältigend), wir besichtigen Dieppe mit seinem Chateau, wieder viele schöne Kirchen und das Imposanteste ist die Alabasterküste (über 140 Kilometer lang und bis zu 100 Meter steil sind die kreideweißen Felsen), es ist wirklich atemberaubend, zur Belohnung gibt es am Abend einen Fisch.

3. Tag Dieppe – Le Havre (ca. 180km)

Heute fahren wir nach Le Tréport, bei unserer Ankunft lagen alle Boote im Schlamm, so etwas habe ich noch nie gesehen. Wir gingen zum Leuchtturm und den Strand entlang und entdeckten eine Standseilbahn, die in den oberen Teil der Stadt führte, von oben haben wir die Aussicht genossen und den Weg zurück in die untere Stadt gingen wir durch kleine Gässchen, unten angekommen konnten wir unseren Augen nicht trauen, der Wasserspiegel war gestiegen und die Fischer konnten mit ihren Booten wieder losfahren.

Noch einen Abstecher nach Yport an den Strand, es ist wirklich atemberaubend, wie das weite Meer und die steile Küste zusammentreffen.

Wir haben auch das älteste urkundlich erwähnte Haus gefunden,

weiter nach Fécamp, wo wir im Palais Benedectine waren, hier wird der Benedictine Dom Likör hergestellt, zum Verkosten war es leider noch zu früh, aber eine Kostprobe haben wir  mitgenommen für den Abend, der Likör ist sehr gut.

Weiter geht es nach Ètretat leider regnet es,

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somit nur einen kurzen Stop zum Fotografieren und weiter nach Le Havre.

Übernachtung im Aparthotel Adagio Access Le Havre Les Docks, ein kleines Appartement, le Havre ist sehr industriell, es war ein Sonntag und alles wie ausgestorben, wir haben nach langem Suchen eine Essensmeile gefunden, es war aber jetzt nicht wirklich berauschend.

4. Tag Le Havre – Colleville sur mer (ca. 160km)

Natürlich wieder zeitig weiter über die „Pont de Normandie“ eine imposante Brücke über die Seine, es war bei Fertigstellung 1994 die längste Schrägseilbrücke Europas, es ist eine Mautbrücke, aber wirklich beeindruckend, an der höchsten Stelle 260 Meter über dem Meer und eine Steigung von 6%.

Der nächste Halt ist das Städtchen Honfleur, das genaue Gegenteil von le Havre, ein kleiner Hafen mit vielen kleinen Lokalen, leider haben wir schon gefrühstückt, hierher komme ich bestimmt wieder.

Unsere Reise geht weiter nach Deuville an diesem Strand haben schon viele Prominente gebadet, Namen wie Elisabeth Taylor, Roger Moore und Steven Spielberg, wurden an den Umkleidekabinen verewigt. Im September finden hier die amerikanischen Filmfestspiele statt.

Unsere Unterkunft für die nächsten Tage ist in Colleville sur Mer, ein Appartement „Domaine de l´Hostreiere, hier blieben wir 3 Nächte und machen unsere Ausflüge.

5. Tag – 6. Tag (ca. 350km)

Ab jetzt beginnt der geschichtliche Teil unserer Reise, Sainte Mère Église

Die Batterie d´azeville, ich bin erstaunt wie alles unterirdisch miteinander verbunden wurde.

findet man diverse Bunkeranlagen, speziell „Pointe du Hoc“.

An sämtlichen Stränden (Sword, Juno, Gold, Omaha und Utah Beach) des D-Days, sind sehr vielen Gedenktafeln und einzelne Museen, speziell das Museum in Caen, das kann ich wirklich empfehlen, da wird sogar für Kinder sehr genau auf das Kriegsgeschehen eingegangen.

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Für mich ein sehr bewegender Augenblick war am amerikanischen Friedhof, sogar wenn ich die Bilder jetzt sehe, kommt dieses Gefühl wieder auf,

wir waren auch am deutschen Friedhof, es ist wirklich unglaublich wie viele Männer da gestorben sind.

Die Stadt Caen ist sehr schön, sehenswert und lädt zum Bummeln ein,

wir fuhren bis nach Cherbourg, dort ist das Cite de la mer, ein Museum rund um das Meer, es gibt auch ein Atom U-Boot zu besichtigen.

Cherbourg war die zweite von drei Anlegestellen der Titanic in Europa, bevor sie Richtung Amerika losfuhr. Die Abfahrtsstelle und Teile der Titanic sind originalgetreu nachgebildet und auch ein interaktives Video mit der Fahrt durch die Eisberge.

7. Tag Coveille sur mer – Mont Saint Michel (ca. 150km)

Saint Lo ist unser nächstes Ziel, hier hat man manches Alte noch so gelassen wie es war, auch die Kirche wurde nicht mehr komplett aufgebaut, das ist auch mal sehr interessant.

Unsere heutige Unterkunft ist Camping Saint Michel, in einem Mobilheim, mal was ganz anderes ausprobiert, es gibt auch ein Restaurant und ein Pool,

nach dem Einchecken fahren wir gleich zum le Mont St. Michel, das ist für mich der absolute Höhepunkt dieser Reise. Schon von der Weite sieht man den kleinen Berg im Meer und je näher man kommt, umso beeindruckender wird es. Die kleinen Gässchen mit den Geschäften und Lokalen, man wird in eine andere Zeit versetzt, um ganz nach oben zu kommen, ist schon Ausdauer erforderlich, aber es zahlt sich auf jeden Fall aus. Für mich stellt sich immer die Frage, wie haben die das früher geschafft zu bauen?

 

8. Tag Mont Saint Michel – L´Aigle (ca. 210 km)

Wie jeden Tag wird zeitig aufgestanden, damit die Tagesetappe bewältigt werden kann und doch die Zeit bleibt, bestimmte Ort zu besichtigen, sich in einem Cafe hinzusetzen und Land und Leute zu spüren, das ist mir immer sehr wichtig.

Die Landschaft ist so abwechslungsreich und unser heutiger Besichtigungspunkt ist Falaise, dort wurde der Krieg beendet. In der Burg war eine interaktive Tour, jeder mit einem Tablet ausgerüstet und an bestimmten Punkten wurden Gegenstände, Personen oder Situationen eingeblendet, das war sehr interessant.

Ein kleiner Abstecher nach Camenbert, das Dorf wo der originale Camenbert du normadie herkommt, mehr als die paar Häuser von Bild sind dort nicht.

Unsere letzte Unterkunft war in L´Aigle das Hotel Du Dauphin, ein sehr schönes und altes Hotel, es gab eine Speisekarte aus 1896. Ein Bummel durch die Stadt auf der Suche nach einem Lokal, sind wir dann doch im eigenen Hotel gelandet, dort habe ich das beste Steak in meinem Leben gegessen.

9. Tag L´Aigle – Paris (ca. 180km)

Der letzte Tag führte uns noch nach Evreux, wo wieder eine wunderschöne Kathedrale war und auch die Innenstadt sehr lebendig, wir sind am Markt in einem Cafe gesessen und haben die Sonne genossen

um dann rechtzeitig zum Flughafen aufzubrechen.

Es war eine traumhafte Reise, ich liebe Frankreich und den einen oder anderen Ort werde ich bestimmt wieder bereisen.

Ich hoffe ich konnte dich inspirieren.

Deine Susanne

3 Antworten

  1. Liebe Susi, das hast du wunderbar geschrieben mit tollen Fotos.Für mich eine schöne Erinnerung an meine Reise in die Normandie.
    Danke dafür.

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